Archive for the 'Trostlosigkeit' Category

beamtenmikado ist nicht mehr

13.August.2007

Habe heute den ultimativen link gefunden:

einfach mal zum Bayerischen Rundfunk reingehen:

br.online.de/land-und-leute/thema/wolpertinger/wolpi-baukasten

und schon könnt ihr euch einen Wolpertinger nach eigenem Gusto zusammenbauen. Ist doch toll ! Da wird auch im verschlafensten Beamten das Kreative geweckt. Werde das mal im Amt weiterempfehlen. Ich könnte wetten, daß einige Kolleginnen und Kollegen bei mir morgen auf der Matte stehen und den schönsten Entwurf prämieren wollen. Ha, die Farbdrucker werden einiges zu tun haben !

Mal langsam, jetzt geh ich erst mal gemütlich dorthin, wohin auch der Kaiser zu Fuß geht, dann ist postmittägliches Power-Napping angesagt und dann…ja, dann liegt hier leider noch so viel Arbeit ´rum, daß mich der Wolpertinger kreuzweise kann.

Freitag, der 03.08.

3.August.2007

Die Stimmung des Oberamtsrates ist dem absoluten NUllpunkt nahe.

Nach und nach habe sich aus unterschiedlichen und nicht immer nachvollziehbaren Gründen alle Hauptsachbearbeiter b.a.w. verdünnisiert , und das für Wochen !  Allen voran die Herren Laurel und Hardy. Sind also außer meiner leidgeprüften Wenigkeit lediglich einige Teilzeitdamen da, die einem todbringende Blicke zuwerfen, wenn man gegen Ende von deren Sollarbeitszeit mit Arbeit auf sie zukommt und die dann trotzdem mit der Stuhrheit eines Panzers nachhause gehen.

Also, aus und vorbei mit Weiberglotzen vom Bürofenster aus ! Seit Montag wird nonstop gerödelt, die Überstunden wachsen trotz 42 Wochenstunden.

Schwüle Gedanken

19.Juli.2007

ja, liebe Blogbesucher, leider kann und will ich den zeit- und kirchenkritischen Anmerkungen des Amtsrates in seinem Artikel „Ciao Ratze“ nicht folgen. Das steht mir einfach nicht zu, bin ich doch nur einer, in dessen Familie nachweislich seit Martin Luthers Zeiten kein Angehöriger der einzig wahren Kirche mehr vorgekommen ist. Ich bin also nur ein bedauernswerter Sektierer, unwürdig…..obwohl…bringen´s die nicht auch mal ganz schön weit ?

Da soll ein solcher in Bälde bayerischer Ministerpräsident werden. In diesem unseren von ebenjener einzig wahren Kirche und der christlich sozialen Einheitspartei dominierten Vorzeigestaat. Ob das gut geht ? Ja, es kann nur besser werden.

Obwohl, und hier leite ich mehr oder weniger elegant zum Leitmotiv unseres blogs über, den obrigkeitlich verordneten 42stündigen Arbeitszeitunsinn wird der „Neue“ auch nicht ändern.

Ja, nun darf ich also bei diesem Superwetter 42Stunden in meiner unklimatisierten Amststube – Südseite ausharren. Wie das aussieht und wie das mit der Arbeitproduktivität harmoniert ? Garnicht ! Ein wesentlicher Teil meiner Produktivernergie geht dabei drauf, indem ich mir Gedanken mache, wie ich die Bude am längsten kühl ahlten kann. Gegen Mittag habe ich dann den Kampf gegen die Windmühlen aufgegeben, gehe in die Mittagspause und gucke mir die in unserer Gegend zahlreich auftretenden jungen und sparsam bekleideten Damen an. Ich bin dann einem Notzuchtverbrechen nahe, kehre überhitzt in mein heisses Büro zurück und wünsche mir es endlich zu tun, bei dem Gedanken, daß eine Zelle in einer Untersuchungshaftanstalt nur wesentlich kühler sein kann. Gearbeitet hab ich da noch nichts, höchstens ein paar meiner MItarbeiter, die mich mit Dienstlichem molestieren wollten, aus dem Zimmer gejagt. Grad vorhin betrat eine nett anzusehende Kollegin mein Büro. Nun, ich war charmant zu ihr. Man weis ja nie, wie sie hormonell grad drauf ist und vor allem, ab 16:00 Uhr ist sie allein im Büro. (und ich hab einen Hitzschlag)

Ach, Scheiße !

Ciao Ratze!

13.Juli.2007

Also gleich mal vorweg zur Klarstellung; mit dem Ratze ist der alte Mann im Vatikan gemeint und nicht etwa der Rationalstürmer, den ich immer mal wieder gerne lese.

Der Vatikan Ratze ist eine richtige Schande. Nach meiner Meinung. Da kanzelt er die anderen christlichen Kirchen quasi als bessere Sekten ab. Die Katholen sind die einzig legitimen Nachfolger Jesu Christi bla, bla, bla. Ich war mal katholisch und bin’s schon lange nicht mehr. GOTT SEI DANK! Das Letzte was die Welt jetzt braucht sind christliche Obertheoretiker und Dogmenpfleger. Ihr stellt Euch gerade selbst ins Museum falls ihr das schon bemerkt habt. So einen Käse braucht heute keiner mehr. Ratze pflegt lieber den – zugegebenermaßen beachtlichen – Blumenkohl in seiner Birne und fürchtet sich vor den jungen, lebendigen, südamerikanischen Mitbrüdern in der eigenen Kirche, statt der stärksten Macht in dieser Religion endlich einen weiten Platz im weiten Sinne einzuräumen. Das Wort dafür heisst Liebe. Aber einen umfassenden Begriff davon in der Theorie erlangen zu wollen ist heute vermessener denn je. Aufwachen! Das Leben ist hier draussen.

Zu spät vermutlich…

Übrigens, einer seiner besten Spezl’n, der Mixa aus Augsburg, will, dass die lieben Schulkinder jetzt wieder was Anständiges glauben dürfen. Nämlich, dass man mit Bio nicht weit kommt und es am Ende doch wahr ist, dass der Hergott damals eine Art kosmisches Sechs-Tage-Rennen veranstaltet hat. Das Ganze auf Anregung einer hessischen Ministerin namens Wolff, die sich wahrscheinlich schon immer gewünscht hat „Lamm“ zu heissen und das Licht ausmacht wenn sie sich die Punze wäscht.

I kann’t schpeim‘!

gez. Der Amtsrat

So kam der Amtsrat auf den braunen Bären

20.Juni.2007

Gestern zog der Amtsrat seinen zweitbesten Anzug an, um seinen dienstlichen Verpflichtungen bei einer auswärtigen Veranstaltung nachzukommen. Er smalltalke mit zahlreichen Kunden und Gästen bei brütender Hitze, hörte sich aufmerksam einen Vortrag an und beteiligte sich lebhaft an der anschliessenden Diskussion. Am Morgen war er zuvor schon in seiner Amtsstube gewesen, um sich notwendige Dokumente zu holen und selbst am Abend kehrte er an seinen stickig heissen Arbeitsplatz zurück.

Heute Morgen wunderte sich der Amtsrat dann schon etwas, als er den Saldo auf der Stechuhr sah. Als er den Saldo dann im Zeiterfassungsprogramm überprüfte folgte ein mittlerer Tobsuchtsanfall. Der wunderbare Sparbeitgeber hat den gestrigen Tag wie folgt berechnet:

08:34 – 09:36 Arbeitszeit im Büro

09:36 – 17:57 Dienstreise

17:57 – 18:33 Arbeitszeit im Büro

Man möchte meinen, das macht nach Adam Riese 09:59 Arbeitszeit. Minus 30 Minuten Mittagspause (wird automatisch abgezogen) würden 09:29 verbleiben, was bei einer Sollarbeitszeit von 08:45 (!) eine Zeitgutschrift von 44 Minuten bedeuten müsste. Weit gefehlt! Eine immaginäre „Kernzeit“ endet um 16:45. Da der Amtsrat aber erst um 17:57 den Drecksladen wieder betreten hat wird ihm die Zeit zwischen 16:45 und 17:57 überhaupt nicht angerechnet. Jetzt könnte der Amtsrat einen Antrag stellen, dass diese Zeit als eine sog. „Reisezeit“ gewertet wird, dann würden ihm von den tatsächlichen 72 Minuten ganze 24 Minuten gutgeschrieben.

Der Amtsrat sagt jetzt Folgendes: „Steckt Euch die 24 Gnaden-Minuten in Eure braunen Arschlöcher und ich werd‘ heute nur bloggen und Eis essen. Brauner Bär vermutlich.